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Kirche auf Fuerteventura

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Gottesdiensttermine für die Weihnachtszeit Bild


24.12.
16:00 Avenida Costa Calma
22:00 kathol. Kirche in Morro Jable

25.12.
16:00 Hotel Faro, Jandia

1.1.17
10 Uhr Avenida Costa Calma
13 Uhr Ermita, Morro Jable
16 Uhr Hotel Faro, Jandia

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Die neue Pfarrerin stellt sich vor:


Pfarrerin i.R. Remus Mein Name ist Gaby Remus. Ich komme aus der Mitte Deutschlands, aus Thüringen, der Landeshauptstadt Erfurt. Erfurt gehört zur Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM).

Hier habe ich als Gemeindepfarrerin und viele Jahre als Schulpfarrerin am Evangelischen Ratsgymnasium, einer Schule, die auf eine 455-jährige Geschichte zurück schaut, das Fach Religion unterrichtet und gemeinsam mit den Schülern versucht christliches Leben an der Schule und im Alltag zu gestalten. Für 2013/14 hat mich die EKD als Langzeitseelsorgerin zunächst für Rhodos beauftragt und 2015/16 für Nordspanien (Bilbao, San Sebastian, Santander und Pamplona).

Seit dem 17.9.2016 bin ich nun hier auf der Insel Fuerteventura angekommen und ich freue mich auf Sie, die Sie hier leben und auf alle, die mit uns ein Stück des Weges gehen möchten.

Die Sonntags-Gottesdienste finden wieder ab 18. September 2016 (in ökumenischer Gemeinschaft) statt

10.00 Uhr - Gottesdienst im Gartenlokal AVENIDA in Costa Calma
13:00 Uhr - Gottesdienst in der Kapelle St. Miguel in Morro Jable
16:00 Uhr - Gottesdienst im Faro-Hotel in Jandia

ZEIT DER STILLE
Beginn am 20. Oktober 2016 um 18.30 Uhr
(gleich nach den Chorproben) in der Ermita San Miguel in Morro Jable

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Wo man singt, da lass dich ruhig nieder...

Urlauberchor
Herzliche Einladung zum Singen!

Unser Chor San Miguel (Urlauber/Gäste/Residenten)
trifft sich donnerstags 16:30-18:00
in der Ermita San Miguel in Morro-Jable

Nächste Chorproben in der Ermita starten am 20. Oktober 2016 mit Elke Dinkler-Hamel.

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Jahreslosung 2016:


„Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter Tröstet.“ (Jesaja 66,13)

Jahreslosung 2016 von Sieger Koeder Liebe Leserinnen und Leser,

ein Wort, ein Zuspruch wie dieser, vom alttestamentlichen Propheten Jesaja vor über 2500 Jahren überliefert, ist ein Grund dafür, warum ich dieses Buch der Bücher, die Bibel, so liebe. Nicht alle Worte und Verse aus diesem Buch sind und bleiben so unmittelbar ansprechend über die Jahrtausende hinweg, gehen so zu Herzen, wie dieser. Nicht alle sind so einladend zum Weitersagen ihrer Botschaft an so viele Menschen, die sich so sehr nach Zuspruch und Trost sehnen.

„Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter Tröstet.“

Was für ein wunderbares Wort?! Kommt dieser Zuspruch nicht gerade rechtzeitig zur Jahreswende, nach einem von Krisen und schrecklichen Ereignissen nur so geschüttelten alten Jahr und zu Beginn eines mit allergrößten Problemen schon am Anfang geradezu überhäuften neuen Jahres 2016?

Da kann eine entschlossene und kämpferische Einstellung nicht schaden. Aber wir brauchen auch Trost, wenn wir erschöpft sind und nicht weiter wissen, wenn wir traurig sind und Hilfe brauchen, wenn wir uns krank und einsam fühlen.

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit haben wir wieder das Bild gesehen mit Maria und Josef und dem Jesuskind. Vermutlich spricht dieses Bild auch deswegen so viele Menschen an, weil es Geborgenheit vermittelt. Selbst der Heiland der Welt ist als verletzliches kleines Kind auf die bergenden Arme der Mutter angewiesen.

Was ist das Besondere an einem mütterlichen Trost? Es ist wohl dieses sich bedingungslos fallen lassen können, als über alles geliebtes Kind der Mutter, die ihr Kind 9 Monate lang in sich getragen hat, ernährt, behütet und unter Schmerzen geboren und dann unter Entbehrungen, unter Verzicht auf eigene Interessen und Selbstverwirklichung sich um eine gesunde Entwicklung des Kindes bemüht hat. So ist auch unser Gott zu uns, so geht er mit uns durchs Leben. Auch in seine Arme kannst du dich getrost fallen lassen, darfst du dich schwach und verletzlich zeigen, darfst schreien und weinen und nach einer Weile wieder lachen und voller Zuversicht ins Leben zurückkehren. Die Mutter ist immer für dich da. Auch der allmächtige und barmherzige Gott ist immer für dich da, noch viel mehr als eine Mutter! Er hört dich, wenn du rufst und schreist.

Da mögen unsichere und manchmal schwere Zeiten auf uns zukommen im neuen Jahr, liebe Leserinnen und Leser. Aber wir sind nicht allein, sondern gehalten und getragen in diesen Zeiten. „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ So hat D. Bonhöffer die Jahreslosung auf seine Weise zur Sprache gebracht: Mag da kommen, was da wolle, „Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet.“ Wie dringend und wie oft werden wir das noch brauchen! Denn unsere Welt scheint wirklich nicht ganz bei Trost zu sein am Anfang des Jahres 2016.

Man kann schon verzweifeln, wenn man ohnmächtig vor sinnlosen Gewaltorgien steht, deren Brutalität jede Vorstellungskraft übersteigt. Und wenn man dann sieht, wie Menschen vor dieser Gewalt fliehen, ihr Leben riskieren. Schrecklich die Bilder von angeschwemmten ertrunkenen Müttern und Kindern an der griechischen Insel Lesbos aus der letzten Woche im Fernsehen. Und wer es vielleicht bis hierher nach Europa schafft, der trifft auf eine Situation, in der sich wegen der großen Zahlen Müdigkeit und Verzagtheit auszubreiten beginnt. Und viele missbrauchen die Ängste der Menschen, hetzen und beginnen mit Worten oder sogar mit echtem Feuer Brände zu legen. Und offenbar gibt es leider auch aufgenommene Flüchtlinge, die zum Schaden der vielen dankbaren Asylanten sich zu kriminellen Schandtaten hinreißen lassen!

Was wird werden im Jahr 2016? Wird sich unsere Gesellschaft auseinander entwickeln? Werden wir die Herausforderungen zur Integration so vieler fremder Menschen mit ganz anderem kulturellen und religiösen Hintergrund bewältigen können, ohne Verlust an Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung, ohne Neid oder gar Hass, so dass der soziale Friede nicht in Gefahr gerät? Oder werden wir uns als Gesellschaft auf unsere Kräfte und auch auf unsere christlichen Grundwerte besinnen?

Es ist ja doch ganz erstaunlich, bewundernswert und höchst erfreulich zu sehen wie das Bild der Deutschen überall auf der ganzen Welt plötzlich eine ganz neue und viel hellere Strahlkraft bekommen hat. Was für ein Engagement so vieler ehrenamtlich tätiger Menschen, die sich in freundlicher Aufgeschlossenheit bis zur Erschöpfung um traumatisierte und hilfsbedürftige Menschen gekümmert haben. Das hat enormen Eindruck gemacht in der ganzen Welt und ich bin überzeugt, auch in den Augen Gottes.

„Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ Der Gott, der so spricht, liebe Gemeinde, der sitzt nicht hoch oben auf seinem Thron. Sondern es ist der Gott, der die Verletzlichkeit der Menschen kennt, der ihre Ohnmacht kennt, der diese Ohnmacht am Kreuz selbst erfahren hat. Er zwingt nicht zur Liebe, er ist selber die Liebe und gießt sie durch seinen Geist in die Herzen der Menschen hinein.

Es lohnt sich allemal mit diesem Gott getrost und getröstet ins neue Jahr zu gehen! Denn es gilt, was er zusagt: Ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet. Und wer getröstet wird, der kann auch selber trösten. Wer anderen hilft, dem wird auch geholfen. Wer Segen erfährt, kann selber zum Segen werden.

Das wünscht Ihnen allen mit den besten Wünschen zum neuen Jahr

Ihr Inselpfarrer Hans-Wilhelm Koopmann

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15 Jahre Tourismuspfarramt auf Fuerteventura

Fuerteventura Artikel aus der Fuertezeitung

Liebe Leserinnen und Leser,

am 1. Advent 2015 konnte unser evangelisches Tourismuspfarramt auf Fuerteventura sein 15 - jähriges Bestehen feiern. Nachfolgend finden Sie den Text zur Würdigung dieses Ereignisses von unserer Beirätin Andrea Frenking, der am 1. Advent in allen deutschsprachigen Gottesdiensten verlesen worden ist. Wir sind stolz auf diese sehr erfolgreiche Zeit, in der sich viele Touristen aller Konfessionen vor allem über die Gottesdienste aber auch andere Angebote immer sehr gefreut haben. Dies wäre ohne die jährlich wechselnden Pfarrer i. R. nicht möglich gewesen, aber ebenso wenig ohne die sehr engagierte Schar von „Semiresidenten“. Allen ein ganz herzliches Dankeschön und Vergelt`s Gott!

Am ersten Advent jährt sich immer auch das Bestehen des evangelischen Tourismuspfarramtes auf Fuerteventura. Und so dürfen wir heute auf 15 Jahre Tourismuspfarramt zurückblicken, dessen ökumenische Denkweise zu einer stetig anwachsenden Gemeinde mit immer zahlreicheren Gottesdienstbesuchern gefunden hat.

Selbstverständlich ist es nicht nur die ökumenische Gangart, die hier erfolgreich gründen konnte, sondern ebenso das engagierte Wirken unserer – immerhin ständig wechselnden - Seelsorger, die je nach eigenem Geschmack, Talent und Interesse ihre unterschiedlichen Wirkungen auf diese Gemeinde zeigten.

So ergab sich im Laufe der Jahre ein recht buntes Gemisch christlichseelsorgerischer Tätigkeiten in denen, so glaube ich, sich jeder Interessierte wiederfinden oder herausgefordert sehen konnte. Da wir keine eigenständige Kirchengemeinde sind, sondern als solche zu Gran Canaria gehören, dürfen wir auch weiterhin Gottes bunten Garten seiner Hirten kennenlernen und – ganz ehrlich – ich finde es spannend und habe mich daran gewöhnt.

Die Historie ist interessant. Schon in den 80er Jahren gab es in den Dünen von Morro Jable erste Gottesdienste, die wohl eher an die „Sit ins“ der 60er Jahre erinnerten. In der Folge luden selbstgezimmerte Bänke, die nach dem Gottesdienst vor der Strandreinigung verbuddelt werden mussten, zum biblischen Sinnen ein.

Ich stelle mir gerade vor, wir müssten heute noch vor jedem Gottesdienst die Stühle aus dem Sand graben. Kann man sich nicht vorstellen – oder?! So begann`s.

Durch das stetige Ansteigen des Tourismus mehrten sich die Anfragen bei der Ev. Kirche Deutschlands nach seelsorgerischer Betreuung. Und das engagierte Eintreten des Pfarrers auf Gran Canaria führte nach dessen Aufruf in der Zeitung zu einer Zusammenkunft interessierter Menschen im Gartenlokal „El Jardin“. Er und sein katholischer Kollege kamen nach Fuerteventura um diese Interessierten kennen zu lernen und zur Aktivität zu ermuntern.

Tatsächlich fand sich sehr schnell ein gerade ordinierter Pfarrer, dessen ganz großer Wunsch es war, so eine Tourismusseelsorgestation zu leiten.

Er kam im VW-Bus mit Frau, 2 Kindern, 30 Gesangbüchern und einer Gitarre nach Fuerteventura und lernte seine Mitarbeiter kennen. Übrigens gibt es von diesen allerersten Mitstreitern heute noch Anneliese und Guido Attner, sowie Hans Schaupp. Alle 3 sind immer noch im Beirat tätig.

Am ersten Advent 2000 hielt der erste Tourismusseelsorger – jetzt ist es auch mal an der Zeit seinen Nahmen zu nennen – Pfarrer Barth, seinen ersten offiziellen und autorisierten Gottesdienst auf Fuerteventura. Das ist jetzt also 15 Jahre her.

In der Ära von Pfarrer Barth wurde auch das Treffmahl eingeführt. Es entwickelte sich ein ständiger Beraterkreis. Dazu gehören seit 2001 auch Eva und Heinz Moser.

Die Aufgaben des Beraterkreises – heute Beirat genannt – sind seither ähnlich geblieben. Er soll u.a. für das Wohlgefühl des Pfarrers sorgen, der – fernab der Heimat und mit eben auch häufig wechselnden Menschen in der Gemeinde, nämlich einer Tourismusgemeinde, – zunächst einmal seine eigene Haltung finden muss. Die von mir oben genannte Herausforderung ist also durchaus beiderseitig. Tja, der liebe Gott ist eben gerecht.

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Brot für Fuerteventura


Die Sommerpause geht zu Ende...

Brot für Fuerteventura ...eine wichtige Aufgabe bleibt: das Gemeindeprojekt „Brot für Fuerteventura“. Beim „ Treffma(h)l“ haben wir im vergangenen Jahr im November über unsere Möglichkeiten der Hilfe für die notleidenden Einheimischen nachgedacht. Mitglieder des Beirates hatten bereits in Morro Jable und Corralejo gute Kontakte zu bedürftigen Familien und zu den katholischen Caritasstellen.

Wir genießen die Annehmlichkeiten als Gäste auf der Insel. Und als Gäste können und wollen wir unseren leidenden Gastgebern etwas zurückgeben. Die Caritas betreut derzeit mit rund 60 ehrenamtlichen Helfern 750 Familien und 25 Obdachlose. Seit 2007 hat sich die Zahl der Hilfesuchenden, so die Auskunft eines leitenden Mitarbeiters, verzehnfacht. Tendenz steigend. Ein weiteres Hilfsprogramm ist für das Mittagessen in den Schulen eingerichtet. 105 Kinder erhalten täglich kostenlos eine warme Mahlzeit. Das Rote Kreuz ist ebenfalls tätig und verteilt Lebensmittel aus dem Programm der EU an rund 3000 Familien, um die schlimmste Not zu lindern. Das alles ist ein „Tropfen im Ozean“, weil auch viele Menschen ihre Miete nicht mehr bezahlen können. Ein „Soziales Netz“ , wie wir es in Deutschland kennen, gibt es nicht.

Auf diesem Hintergrund haben eine Touristin und meine Frau spontan eine Ausstellung „Das kleine Format“ bei einer Nachbarin mit eigenen Werken organisiert. Die kleinen Kunstwerke haben fast 600 Euro erbracht. Zusammen mit Spenden der Gottesdienstteilnehmer und dem Verkauf von gebrauchten Büchern konnte ich meinem katholischen Kollegen im Gottesdienst zur Einheit der Christen 1000 Euro überreichen. Mit diesem Geld konnten die Franziskanerinnen in Morro Jable vielen Familien Nahrungsmittel zukommen lassen. Darüber hinaus haben wir Kleidung gesammelt und verteilt, Einzelhilfe und über Mitglieder des Beirates der Tourismusgemeinde weitere Direkthilfe ermöglicht.

„El Carro Solidario“, der solidarische Einkaufswagen, den die Supermarktkette Padilla Supermercados SPAR organisiert, unterstützt die Aktionen der Caritas inselweit. Mit einem attraktiven Design, wie unser Bild zeigt, wirbt der Einkaufswagen um haltbare Nahrungsmittel für Menschen in Not: Nudeln, Reis, Öl, Sardinen- und Thunfischkonserven, Würstchen- und Fleischkonserven, Kichererbsen, Linsen, Kakao, Kaffee, Obstsäfte, Zwieback, Kekse, Dosentomaten. Wenn jeder eine Kleinigkeit kauft und statt in seinen eigenen in den solidarischen Einkaufswagen legt, ist wieder einem Menschen geholfen.

„Brot für Fuerteventura“ ist sicher nur ein „Tropfen im Ozean“, wie es so schön hier auf der Insel heißt, aber Einheimische spüren unsere Solidarität und werden auch noch satt.

Zusammen mit meiner Frau wünsche ich Ihnen alles Liebe und Gute
Ihr Inselpfarrer Wolfgang Koschut




Einschnitte des Lebens


Surfer in Morro Jable Fuerteventura ist die Urlaubsadresse par excellence.

Einsame Buchten, azurblaue Lagunen, idyllische Strände - und das weiter als das Auge reicht. Keine sechser oder siebener Reihen wie auf manchen anderen Inseln des Archipels, die sich am Strand entlang schieben. Fuerteventura hat einfach die Strände, die anderen im Urlaub fehlen. Freud und Leid sind aber auf allen Inseln gleich verteilt.

Ein Herz auf Fuerteventura Menschen freuen sich ihres Lebens. Sie feiern Geburtstag, bringen ihre Kinder zur Taufe, geben sich das Ja- Wort am Strand oder begehen ihr Hochzeitsjubiläum nach 25 oder 50 gemeinsamen Jahren mit dem Fest der Silbernen oder Goldenen Hochzeit.

Viele sind auch im fortgeschrittenen Alter ganzjährig oder über die Wintermonate auf der Insel. Meist aus gesundheitlichen Gründen haben sie ihre Zelte in der Heimat abgebrochen. Das Klima, und besonders das der Westküste, bietet vielen eine neue Lebensqualität. Ob Rheuma, Gicht, Asthma oder Herz- Kreislaufprobleme – das Reizklima bietet Paroli. Die Betroffenen fühlen sich einfach wohler, benötigen weniger Medikamente und ihr Immunsystem wird gestärkt.

Mit den Gottesdiensten tragen wir dazu bei, dass auch die Seele nicht zu kurz kommt. Gottes Wort ist ein begleitendes Wort zum Leben. Gottes Abendmahl stärkt uns auf unserem Lebensweg, Gottes Segen begleitet uns auf der Insel und als persönlicher Reisesegen auf dem Weg in die Heimat.

Meer und Palmen Unser ehemaliger Organist und John Lennon Fan hat auf unserer Insel Spuren hinterlassen mit seinen abendlichen Auftritten in den Hotels. Kaum war John geboren, reisten Hannes und Nicole voller Freude zum Vorzeigen ihres Babys in die Niederlande und nach Deutschland. Bei uns in der Pfalz trafen wir uns auch. Bilder dokumentieren unser Treffen, das zugleich auch die Vorbereitung der Taufe beinhaltete. Am Hochzeitstag, der zugleich der Geburtstag, ist habe ich John getauft. Auch Taufen sind auf unserer Insel jederzeit möglich. Für Eltern, die auf der Insel wohnen, ist die Taufe ihres Kindes kostenlos. Events aus Deutschland kosten etwas. Taufen, Trauungen mit den notwendigen Dokumenten kosten 150 Euro. Für eine Taufe und für eine Hochzeit benötigen wir eine Geburtsurkunde, eine standesamtliche Ehebescheinigung und eine Genehmigung des zuständigen Pfarramtes. Wie in Deutschland gilt auch hier: zuerst die standesamtliche Eheschließung, dann die kirchliche Trauung. Von spanischen Eheschließungen rate ich dringend ab, weil es zu komplizierte wäre und nur möglich ist, wenn man auf Fuerteventura gemeldet ist und einen dauerhaften Wohnsitz hat.

Viele fragen immer wieder, warum wir für die Amtshandlungen eine Gebühr verlangen. Ganz einfach, wir müssen für die Sachkosten selbst aufkommen und das geht nur über Gebühren und Spenden. Und da kommt schon übers Jahr was zusammen: Materialien und Wartung des PC, Büro, Telefon, Benzin und Wartung des Autos bei über 12000 gefahrenen Kilometern und so weiter. Die Evangelische Kirche in Deutschland übernimmt die Ausgaben für den Pfarrer, Reisekosten, Versicherungen und die Miete für die Pfarrwohnung.

Fischerboote am Strand Auch für die Ehejubiläen erheben wir eine Gebühr von 150 €, wenn der Festtag außerhalb des Sonntagsgottesdienstes begangen wird. Geschieht der Dank, Fürbitte und Segnung im regulären Gottesdienst, freuen wir uns über eine großzügige Spende nach dem Motto „Meine Kirche auf Fuerteventura ist mir was wert“.

Fuerteventura ist ganz gewiss ein Urlaubsparadies. Aber auch hier gibt es Unglück, Krankheit, Leiden und Tod. Der Inselpfarrer hilft als Notfallseelsorger, begleitet die Angehörigen und vermittelt Helferinnen und Helfer, die der spanischen Sprache mächtig sind. Er ist Bindeglied zwischen dem Konsulat und den Betroffenen. Außerdem gibt es für Sterbefälle eine Anlaufstelle auf Gran Canaria, die alle Behördengänge übernimmt:

Canarias Contact S.L. Tel. 928 27 88 01, Notruf 629 516 543.

Freud und Leid sind dicht beieinander, im Alltag zuhause und im Urlaub.
Ich wünsche Ihnen einen gesegnete Zeit auf Fuerteventura

Ihr Inselpfarrer Wolfgang Koschut

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Im Zeichen der Musik


Chorleiterin Elke Ein Sonntag im Kirchenkalender steht im Zeichen der Musik. Er hat einen lateinischen Namen: Kantate. „Singet dem Herrn ein neues Lied“ steht im Psalm 98. An diesem Sonntag wird weltweit der Gesang zum Gotteslob und die Wertschätzung der Kirchenmusik besonders betont. Darum ist für mich dieser Sonntag wieder die Gelegenheit den Musikerinnen und Musikern, den Sängerinnen und Sängern und ihrer Chorleiterin zu danken. Während des Winterhalbjahres sind wir reich gesegnet mit instrumentalen Klängen und dem mehrstimmigen Gesang in den Gottesdiensten. Kaum ein anderer als der ehemalige Soloposaunist der Dresdner Staatskapelle, der kürzlich unter uns weilte, hätte dieses Engagement würdigen können.

Rita am Piano und Bernd mit der Querflöte Die Gottesdienste spiegeln die Melodien unseres Lebens. Wir singen unsere Lieder zu unserer Freude und zum Lob Gottes. Selbst die ältesten Worte der Bibel sind ursprünglich Lieder.
Von altersher singen wir.
Wir singen unsere Klage beim Abschied, wir singen im Dunkeln, um uns Mut zu machen, wir singen im Chor, um der Gemeinschaft willen.
Wir singen, um Überzeugungen auszudrücken oder weil Kummer von uns abgefallen ist.

Sigmar mit Trompete Sonntags können wir unsere Lasten und Sorgen abgeben. Aufatmen können wir, befreit davon, alles selbst schultern zu müssen. Der Sonntag ist ein Geschenk Gottes, wie Singen und Musizieren ein Geschenk und eine Streicheleinheit für unsere Seele ist. Im Singen und Musizieren strömt Musik durch unsere Seele, ein Wohlklang, der uns Mut und Kraft zum Leben gibt, auch wenn uns nicht nach Singen zumute ist.

Grund zum Singen und Freuen haben wir, wenn sonntags uns Rita am Piano und Bernd mit der Querflöte begleiten. Sigmar die Trompete auspackt und zum Vorspiel anhebt und die Choräle begleitet. Oder Doris mit ihrer Tischharfe während der Kollektensammlung spielt und das Nachspiel übernimmt. Carlo, den wir hier beim Mitarbeiterausflug sehen, greift zur Gitarre und singt geistliche Songs wie Bonhoeffers „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag“ beim Abendmahl. Unsere Chorleiterin Elke, die ich vor Jahren gewinnen konnte und ermutigte, hat den Chor gut geformt und ein reichhaltiges Repertoire erarbeitet. Gitarrenbegleitung Carlo In diesem Jahr konnte sie mit 31 Sängerinnen und Sängern ganz selbstständig den Weltgebetstag gestalten und auch am Ostersonntag die drei Gottesdienste musikalisch bereichern. Bis auf Carlo sind alle Musiker wieder in der Heimat. Ich bin sehr froh, dass meine Frau mit ihrem MP3 Player den Gemeindegesang übers Jahr bei Abwesenheit der Musiker begleitet.

Doris Tischharfe Gemeinsam finden wir die Melodie unseres Lebens in unseren Gottesdiensten. Dazu lade ich Sie ganz herzlich ein.

Ich wünsche Ihnen mit den Worten des Geigers Yehudi Menuhin eine erholsame und harmonische Zeit auf Fuerteventura
„Wenn einer aus seiner Seele singt, heilt er zugleich seine innere Welt. Wenn alle aus ihrer Seele singen und eins sind in der Musik, heilen sie zugleich auch die äußere Welt“

Ihr Inselpfarrer Wolfgang Koschut


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Begegnung mit der Inselgeschichte


Es gibt viele Wege zu der alten Hauptstadt Betancuria. Mit dem Auto oder per pedes, auf den Spuren des normannischen Eroberers Jean de Bethencourt durch den Barranco de Buen Paso der mit großen Anstrengungen zur Rückgewinnung der Oase neu bepflanzt wird. Das „üppige und saftige“ Grün, von dem sie damals schwärmten, ist nicht mehr viel zu sehen. Der große Wassermangel, bedingt durch den wenigen Regen, hat Fuerteventura verändert. Es ist zu hoffen, dass es gelingt, den ältesten Palmenhain wieder herzustellen.

Ausflug nach Betancuria Mit dem Auto ist es natürlich leichter, die Gemeinde Betancuria zu erreichen. Die wichtigsten Kirchen wollen wir kennenlernen. Durch eine wilde, farbenfrohe Romantik fahren wir durch eine grandiose Berglandschaft von Costa Calma zum Wallfahrtsort Vega de Rio Palmas.

Die zuständige Gemeinderätin Elke Krupski begrüßt uns und überreicht allen Teilnehmern eine Tasche voller Informationen. Wir erfahren etwas über den historischen Hintergrund und die heutigen Probleme der kleinen Gemeinde Betancuria mit der großen historischen Vergangenheit. Elke, auf unserem Bild in der Mitte der ersten Reihe, hat für uns auch den kulinarischen Abschluss reserviert. Ursula Koschut und Volker Meisel haben uns als erstes über die Wallfahrtskirche informiert.

Nach dem Lied „Danke für diesen Morgen“ stand die Schutzheilige der Insel Virgen de la Pena im Mittelpunkt. Die Verehrung begann im 15.Jahrhundert und breitete sich von hier auf die anderen Inseln aus. Die Statue kam aller Wahrscheinlichkeit durch die Eroberer hier her. Die Alabasterfigur verschwand für eine Zeit, weil man befürchtete, dass sie von Piraten gestohlen werden könnte. Die Jungfrau wurde in einer Felsspalte wieder gefunden. Im Barranco in der winzigen Ermita im Felsen aufbewahrt bis die heutige Wallfahrtskirche erbaut war. Die „Jungfrau aus dem Felsgestein“ misst nur 23 Zentimeter. Sie ist aber eine einzigartige Schönheit. Die Heilige hält die Augen geschlossen und das Jesuskind weist Verletzungen am Kopf und an den Armen auf, was bedeutet, dass die Mutter Gottes nicht mitansehen konnte, wie Ungläubige ihren Sohn folterten. Zur Erinnerung bekam jeder ein Bild zum Dank für den Gesang.

Nach den abschließenden Informationen über den klassizistischen Baustil der Fassade, die Holzschnitzarbeiten und die Holzdecke verlassen wir den Wallfahrtsort in Richtung der alten Hauptstadt.

Betancuria muss man gesehen haben. Geistliches und architektonisches Zentrum ist die Kathedrale und einstiger Bischofssitz Iglesia Nuestra Senora de la Conception. Nach verheerenden Piratenübergriffen zerstört, wurde das Gotteshaus , der Maria geweiht, im 17.Jahrhundert wieder aufgebaut. Der dreischiffige Bau diente als Wehrkirche. Dicke Mauern und hoch angelegte Fenster boten der Bevölkerung Schutz. Neben der im Mudejarstil, eine Verschmelzung der christlichen Baustile mit der maurischen Kunst, gestalteten Kiefernholzdecke fällt der barocke Hauptaltar auf. Auch die wunderbar gestaltete Sakristei ist zugänglich. Aus Zeitgründen haben wir die Klosterruine mit ihrer wunderbaren Akustik - auch ohne Dach - bewundert und die Kapelle des Heiligen Diego de Alcala in Kurzfassung erklärt bekommen. Nach so vielen Eindrücken von dem tiefen Glauben der Einheimischen auf unserer Kirchentour haben wir uns zum Abschluss an einem sehr preisgünstigen und überaus schmackhaften Menü gelabt.

Fuerteventura bietet mehr als Wasser und Strand. Das war die einhellige Meinung aller. Ich freue mich auf Sie „On Tour“ und in unseren Gottesdiensten

Ihr Inselpfarrer Wolfgang Koschut

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Calle Artistas Canarios

Das ist eine Adresse in Costa Calma, die man sich merken muss. Ein Straßenschild sucht man vergebens auf dem Weg zum Hotel Rio Calma...
Denn da ist diese Straße gelegen, die im vergangenen Jahr oft gefragt war...
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Hochzeit auf Fuerteventura

Fuerteventura ist die "Insel des großen Glücks" zum Kennenlernen und Verlieben. Nomen est omen - jedenfalls für Paare, die auf der Insel sich verliebt und geheiratet haben...
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Wüstenerfahrung

Eine Wanderung durch die Halbwüste von Costa Calma nach Westen in Gedanken an die Jahreslosung 2008
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