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... "Es hat so schöne unabgelaufene Füße"


Gedanken zur Jahreslosung 2010

Das Jahr ist um. Wir sind die Alten geblieben. Das Jahr 2009 ist vergangen und mit diesem Jahr sind viele Dinge ebenfalls vergangen. Viel haben wir uns vorgenommen und doch nicht eingehalten. Viel ist geredet worden und ist doch wieder vergessen. Vieles wurde gemacht, gebaut und erschaffen und ist mittlerweile wieder verblasst. Der Jahreswechsel macht auch deutlich wie die Zeit im Flug vergeht. Gleichzeitig lädt das neue Jahr und Jahrzehnt aber auch ein, zu überlegen, was bleibt. Was nehme ich mir 2010 vor ? Was hat Wert im Leben ? Für was lohnt es sich seine ganze Kraft einzusetzen ? Es gibt Gründe genug, das neue Jahr skeptisch,vielleicht sogar angstvoll zu beginnen. Da sind die Sorgen um das Klima, um Arbeitsplätze und Finanzen. Da geht es um Frieden und die Verhinderung von Gewalt, um die eigene und der anderen Gesundheit. Selbst auf unserer Insel wird das neue Jahr für viele Menschen von Zukunftsängsten geprägt sein.

Mit blossen Füssen durch den Sand laufen Die Theologin und Schriftstellerin Dorothee Sölle erzählt einmal von einem Besuch bei Freunden,die ein neugeborenes Kind haben. Sie überliefert den Ausspruch ihrer Enkeltochter, die beim Anblick des kleinen Menschenkindes sagt: "Es hat so schöne unabgelaufene Füße." Und so ist es auch mit dem neuen Jahr. Es hat noch "unabgelaufene Füße" und keine abgenutzten Tage. Die Wege sind noch ungespurt. Nur wenige Spuren im Sand wie auf unserem Bild. Wo kommen sie her?

Wo gehen sie hin ?

Wir gehen in die Tage,Wochen und Monate mit dem Zuspruch aus dem Evangelium des Johannes.

"Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich."
Diese Botschaft legt uns Jesus für alle Zeiten ans Herz. Es ist die biblische Jahreslosung,die uns durch das Jahr 2010 begleitet.

"Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich."
Nicht, dass alles halb so schlimm ist, dass es schon irgendwie werden wird oder Angst völlig unbegründet sei,nein,die Zusage Jesu sagt,dass Gott mit uns ist. Komme, was da wolle. Es gab immer und es wird immer Situationen geben, die uns betroffen machen. Wenn alles zu viel wird. Wenn niemand da ist,der zu uns hält und zu hört. Wenn Lebenspläne durchkreuzt werden und es anders kommt als wir es uns gedacht haben. Da kommen Ängste auf, erschrecken wir uns und haben Zweifel,ob es uns gelingt mit allem fertig zu werden. Dann wird auch unser Glaube auf den Prüfstand gestellt. Es ist so,als wenn uns der Boden unter den Füßen weggezogen wird und eine Welt zusammen bricht,die uns vorher Geborgenheit gegeben hat. Wir vertrauen auf den menschenfreundlichen Gott,der zu uns hält. Wir vertrauen auf Gottes guten Willen und haben Grund, froh und vertrauensvoll ins neue Jahr zu gehen.
"Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich."

Bei allem,was auf uns zukommt im persönlichen und gesellschaftlichen Miteinander, kommt es darauf an, was wichtig ist und uns in den Tiefen unseres Lebens hält. Wer auf Gott vertraut, dessen Herz und damit Verstand und Vernunft ist ermutigt zur Herausforderung im neuen Jahr und gerüstet für das neue Jahrzehnt. Unsere Zeit,unser Tun und Lassen, unsere Schritte und unsere Pläne vertrauen wir Gott an mit den Worten von Dietrich Bonhoeffer:

"Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar,so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.

Von guten Mächten wunderbar geborgen,erwarten wir getrost,was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag."

Ich freue mich auf eine persönliche Begegnung mit Ihnen im Gottesdienst und grüße Sie zusammen mit meiner Frau zum Neuen Jahr ganz herzlich.

Feliz año nuevo
Ihr Inselpfarrer Wolfgang Koschut



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