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Geschichte und Geschichten


Schon die Bibel ist voller Geschichte und Geschichten: die Geschichte von Menschen auf ihrem Weg des Glaubens und ihre - oft allzu menschlichen - Geschichten. Nicht immer sind diese alten Geschichten in der heutigen Zeit verständlich, die Geschichte geht weiter und Kultur, Tradition und Sprache verändern sich mit ihr. Unverändert geblieben ist jedoch die Suche nach dem eigenen Weg des Glaubens und der Wunsch, dies mit anderen zu teilen und mitzuteilen. So werden die alten Geschichten immer wieder neu erzählt und von allen Seiten neu beleuchtet, in Predigten und Andachten, in Büchern und Artikeln - und bisweilen auch im Internet.

Auch in einer kleinen Gemeinde auf einer Insel zwischen Tourismus und Wüste sammeln sich Geschichte und Geschichten, die wir Ihnen hier vorstellen möchten:

nach oben   Die Geschichte des Tourismuspfarramtes auf Fuerteventura mit den jährlich wechselnden Seelsorgern

nach oben   Besinnliches, Artikel und Geschichten die in, für und mit dieser kleinen Gemeinde entstanden sind.



Zur Geschichte des Tourismuspfarramtes


Zur Vorgeschichte des Tourismuspfarramtes Fuerteventura gehört eine Initiative des Ehepaars Attner, das schon 1987 in einem Briefwechsel mit dem kirchlichen Außenamt der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) darum bemüht war, für Fuerteventura einen Urlauber-Seelsorger zu bekommen.

Attners wurden mehr als 10 Jahre später durch das Ehepaar Krieb unterstützt. Inzwischen hatte sich die Einwohnerzahl der Insel verdoppelt und der Tourismus enorm ausgeweitet.

Aufgrund dieser Entwicklung entsandte das Kirchliche Außenamt der EKD im Jahre 2000 den ersten Pfarrer nach Fuerteventura.


Pfarrer Johannes Barth (2000-2001)

Pfarrer Barth mit Gitarre Pfarrer Barth brachte seine Frau und zwei Kinder mit, das dritte Kind wurde auf der Insel geboren. Dank seiner guten Spanischkenntnisse konnten schon sehr bald nach Aufnahme seiner Tätigkeit Gottesdienste in deutscher Sprache an drei Orten angeboten und das "Treffma(h)l" organisiert werden.

Er, der selber in der Nähe von Antigua wohnte, besorgte für seinen Nachfolger das erste Pfarrhaus in Costa Calma, da sich die Mehrheit der deutschen Urlauber im Süden der Insel aufhält.

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Pfarrer i. R. Johannes Eckardt (2001-2002)

Pfarrer Eckardt Pfarrer Eckardt, emeritierter Superintendent, musste schon vom ersten Tag an mit Improvisationen auskommen. Auf dem Flug nach Fuerteventura ging sein Koffer mit sämtlichen Gottesdienstunterlagen verloren.

Während seiner Tätigkeit bildete sich an der Costa Calma ein Stamm von regelmäßigen Gottesdienstbesuchern.

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Pfarrer i. R. Günter vom Hau (2002-2003)

Pfarrer vom Hau Pfarrer vom Hau war viele Jahre in Mexiko tätig gewesen. Er brachte also Auslandserfahrung mit und konnte auf Grund seiner guten Spanischkenntnisse die Kontakte zur spanischen katholischen Kirche und zu den Behörden festigen. Auf seine Anregung können die überwiegend englischen Touristen im Norden der Insel in Corralejo bis heute regelmäßig Gottesdienste in englischer Sprache feiern.

Besonders blieb von ihm sein weißer Talar in Erinnerung, von dem er sagte, dass er in der Sonne leichter und angenehmer zu tragen sei.

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Pfarrer i.R. Karl Bonenkamp (2003-2004)

Pfarrer Bonenkamp Pfarrer Bonenkamp aus der Evangelisch-lutherischen Kirche in Oldenburg intensivierte die Werbung für das Tourismuspfarramt und die Gottesdienste. Foliierte Plakate in Hotels, Handzettel auf der Straße, Werbung am Dienstwagen und vieles mehr sorgten dafür, dass mehr Urlauber als bisher über die Existenz der Urlauber-Seelsorge, die Termine usw. informiert wurden.

Eine Bereicherung für jeden Gottesdienst war, dass seine Frau Erika den Gesang der Gemeinde mit der Altflöte begleitete.

Weitere Einsätze folgten von Juli bis November 2006 und Juli bis August 2008.

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Pfarrer i. R. Wolfgang Hering (2004-2005)

Ostergottesdienst Pfarrer Hering kam allein, weil seine Frau noch berufstätig war und immer nur für kurze Zeit zu Besuch sein konnte.

Aufbauend auf den Grundlagen seiner Vorgänger fügte er neu zur Palette der Werbung die "Kirche am Strand" hinzu, d.h. er führte - unter einem gegen den Wind haltbar gemachten Sonnenschirm mit einem Kreuz oben drauf - am Strand Gespräche mit interessierten Urlaubern.

Ein weiterer Einsatz folgte von Juli bis August 2007.

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Pfarrer i. R. Ingo Garthe (2005-2006)

Pfarrer Garthe Pfarrer Ingo Garthe mit Ehefrau Renate Garthe, beide Jahrgang 1941, kamen nach langjähriger Tätigkeit auf der indonesischen Insel Java nach Fuerteventura. Manche Erfahrung aus dieser Zeit kam der Arbeit hier zugute. Beim Treffma(hl) war die Gelegenheit, über Java mehr zu erfahren. Neben der vielgestaltigen Arbeit war auch der Umzug der Urlauberseelsorge innerhalb Costa Calmas von Solymar Rio in die Urbanization Granillo zu bewältigen

Renate Garthe sorgte in den Hotels und im Palmenwald von Costa Calma unermüdlich dafür, dass Touristen von der Urlauberseelsorge und ihren Angeboten erfuhren.

Ein weiterer Einsatz folgte im Juli und August 2010.

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Pfarrer i. R. Klaus Rudorf (2006-2007)

Pfarrer Rudorf Nachdem Pfr.i.R. K. Bohnenkamp noch einmal den Dienst von Juli bis November 06 übernommen hatte, kam K. Ruhdorf im Dezember 06. Eine OP hatte ein früheres Kommen verhindert. Seine Frau konnte leider nur besuchsweise hier sein.

Seinem kommunikativen Stil sind mancherlei neue Beziehungen auf der Insel zu verdanken, z.B. auch die sonntäglich frischen Blumen für den Altar, die vom Blumengeschäft Maxoflores gespendet werden.

Sein musikalisches Talent war eine große Bereicherung für die Gottesdienste.

Ein weiterer Einsatz folgte im Juli und August 2009.

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Pfr. i. R. Michael Erben (2007-2008)

Pfarrer Erben Pfarrer Michael Erben und seine Frau Elisabeth bereicherten die Gottesdienste und manche Veranstaltung mit ihrer Musikalität. Die Liedbegleitung mit der Trompete und der zweistimmige Gesang des Ehepaars Erben haben die Zuhörer oft erfreut. Ein Singkreis entstand, der sich in der Kapelle in Morro Jable traf. Der Chorgesang machte allen viel Freude.

Pfarrer Erben setzte die Reihe der Artikel in der "Fuertezeitung" fort, die Informationen über die Insel mit der biblischen Botschaft verknüpften.

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Pfarrer i.R. Wolfgang Koschut (2008-2009), (2009-2010), (2012-2013)

Pfarrer Erben Gleich dreimal versah Pfarrer Wolfgang Koschut den 10-Monats-Dienst im Tourismuspfarramt Fuerteventura.

Zusätzlich erfolgten weitere Einsätze in den Monaten September / Oktober 2011 und Mai / Juni 2012.

Während der Amtszeit von Pfarrer Koschut entwickelte sich der bestehende Singkreis zu einem richtigen Urlauberchor und wurde in den Wintermonaten zu einer festen Einrichtung. Elke Dinkler-Hamel wurde als Chorleiterin gewonnen.

Ursula Koschut hat für die musikalische Umrahmung der Gottesdienste gesorgt und die Weltgebetstage der Frauen unter Mitwirkung des Chors mit der Gemeinde gefeiert.

Mit der „Fuerteventurazeitung“ wurde eine Vereinbarung getroffen, verpflichtend ganzjährig alle 2 Wochen eine Seite mit einem Artikel und Fotos zu gestalten. Einen Teil dieser Artikel können Sie hier nachlesen können.

Ein großzügiger Spender wollte den Bau einer Kapelle in Costa Calma fördern, in der unsere evangelische Touristengemeinde und die spanische katholische Gemeinde eine Heimat finden. Leider konnte die Grundstücksfrage bis zum Ende der Amtszeit von Pfarrer Koschut mit der Gemeinde Pájara nicht geklärt werden.

Bedingt durch die Wirtschaftskrise in Spanien und die hohe Arbeitslosigkeit stieg auch die Zahl der Hilfesuchenden bei der Caritas auf der Insel rasant an. Beim „Treffma(h)l“ im November 2012 hatten die Teilnehmer über unsere Möglichkeiten der Hilfe „im Kleinen“ nachgedacht. Ursula Koschut und eine Touristin verkauften selbstgemalte Bilder, es wurden Kleider gesammelt und gebrauchte Bücher verkauft. Der Gegenwert wurde zusammen mit den Geldspenden der Caritas übergeben.

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Pfarrer i.R. Michael Petzold (2010-2011)

Pfarrer Petzold An Pfarrer Petzold werden sich viele erinnern, weil er getreu seinem Motto "gern mit allen gemeinsam auf dem Weg sein" die Besucher in das Geschehen im Gottesdienst mit einbezogen hat. Sein ganz besonderes Anliegen war die Seelsorge. Vielen Menschen hat er Mut und Kraft zur Bewältigung ihres Lebensweges mitgegeben.

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Pfarrerin i.R. Thurid Pörksen (2011-2012)

Pfarrer Pörksen Pfarrerin Thurid Pörksen Pfarrerin Thurid Pörksen war die erste Frau, die von der EKD mit der Seelsorge auf Fuerteventura beauftragt wurde. Sie wurde von ihrem Ehemann, Arend Bertzbach, ebenfalls Pfarrer i.R., begleitet. Die Aufgaben haben sie sich geteilt.

Gemeinsame theologische Schwerpunkte sind:
Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung, kinderfreundliches Dasein und Entwicklungshilfe.
Pfarrer Bertzbach spielt Orgel und hat langjährige Erfahrungen als Chorleiter, deshalb hatte Musik einen großen Stellenwert in den Gottesdiensten, die sie gemeinsam in der Gemeinde feierten.

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Pfarrer i.R. Martin Brunnemann (2013-2014)

Pfarrer Brunnemann Abschied von Pfarrer Martin Brunnemann:

Wir kamen aus dem Schwarzwald in eine gute, rege Gemeinde. Und wir taten das, was nötig war und freuten uns, daneben auch Zeit zum Urlauben zu haben. Wir wurden hier unglaublich gut behandelt und haben vielleicht noch ein paar Jahre oder Monate, um an die Christen dieser Insel zu denken und ihnen dankbar zu sein.

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Pfarrer i.R. Manfred Otterstätter (2014-2015)

Pfarrer Otterstaetter Pfarrer Manfred Otterstätter wurde nach seiner Pensionierung von der Evangelischen Kirche Deutschland bereits auf Gran Canaria, in Dubai, in Verona/italien und auf Mallorca eingesetzt, er brachte also bereits umfangreiche Auslandserfahrungen mit.

Inhaltlich zentral waren für ihn die Themen Mystik, interreligiöser Dialog und neue liturgische Elemente im Gottesdienst.

Eine Herausforderung für ihn und die Mitarbeiter der Gemeinde war die Suche nach einer neuen Dienstwohnung, die spanische Vertragsgestaltung sowie der Umzug in das neue Domizil.

Pfarrer Manfred Otterstätter zum Abschied:
"Dankbare Erinnerungen bleiben an eine offene Gemeinschaft und eine große Gastfreundschaft auf einer beeindruckenden Insel"

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Pfarrer i.R. Hans-Wilhelm Koopmann (2015-2016)

Pfarrer koopmann Pfarrer Koopmann kam zusammen mit seiner Frau, die ihn bei allen seinen dienstlichen Aufgaben stets begleitete und unterstützte. Sie sorgte für frischen Blumenschmuck auf dem Altar, half bei der Plakatierung des Palmenwaldes mit Infoplakaten und leitete später mit ihrem Mann zusammen die „Zeit der Stille“ in der Ermita in Morro Jable. Schon zu Beginn seines Dienstes musste in Costa Calma ein neuer Gottesdienstort gesucht und schließlich im Bistro Avenida gefunden werden, wo die Gottesdienste sofort sehr gut angenommen und bis zur Sommerpause stets gut besucht wurden.

Während seiner Amtszeit wurde die „Zeit der Stille“ als Möglichkeit zur meditativen Einkehr und Besinnung in einer immer hektischer werdenden Zeit eingeführt und gut angenommen.

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